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Öko-Tourismus beeinträchtigt Fauna
Stress bei Wildtieren


(umg.info 2004_05) Wildtiere leiden immer häufiger an Stress. Ein Grund dafür ist in manchen Regionen die Zunahme von Öko-Touristen. Besonders auffällig ist die Situation bei Polarbären, Walen, Delfinen und Dingos, berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Die Auswirkungen des Öko-Tourismus auf wildlebende Tiere reichen von erhöhter Pulsrate, verändertem Verhalten, geringeren Nach­wuchsraten bis hin zum Tod. Für viele Länder der Dritten Welt, in denen diese Art von Fremdenverkehr eine wichtige Einnahmequelle geworden ist, wäre ein Ende des Tourismus fatal. „Ökotourismus ist eine alternative Aktivität zur absoluten Ausbeutung natürlicher Ressourcen“, zeigt sich auch Geoffrey Howard von der World Con­ser­vation Union IUCN in Nairobi überzeugt. „Die Landbevölkerung in sol­chen Gebieten profitiert von dieser Art des Fremdenverkehrs“, meint der Experte. Viele Länder, darunter auch Neuseeland und Australien, versuchen die Touren unter besonders umweltfreundlichen Auflagen durchzuführen.
Doch nicht alle Projekte nehmen Rücksicht auf die Umwelt. Biologen fordern nun vor allem bessere Schutzmechanismen vor den Auswirk­ungen dieser neuen Art von Tourismus, die in den vergangenen Jahren jährliche Zuwachsraten zwischen zehn und 30 Prozent ver­zeichnet hat. Denn einig scheinen sich alle darüber zu sein, dass richtig ver­standener Öko-Tourismus Menschen und Tieren viel bringen kann (pte).


Keywords: Öko-Tourismus, Wildtiere, Stress, Störung
 

 


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