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Ozean-Erforschung mit Hilfe von Satelliten
Gefährdete Fischart mit Satelliten beobachtet


(umg.info 2001_12) Die amerikanische Zoologin Tierney Thys will mit ihren Kollegen des Sea Studios Foundation das Leben der Mondf­ische Mola mola genauer erforschen. Zu diesem Zweck wurden mehrere Fische mit Sonden markiert. Diese sollen nun mit Satelliten genauer beo­bachtet werden. Mondfische sind bis zu 1,8 Tonnen schwer und können drei Meter lang werden. Die Fische sind in allen wärmeren Meeren ver­breitet und ernähren sich hauptsächlich von Quallen. Ihre auffällige Körperform erinnert an Mühlsteine. Die Zahl der Friedfische ist seit einigen Jahren im Westpazifik stark zurückgegangen, da Mond­fische immer wieder als Beifang in großen Driftnetzen häng­en­bleiben.
 
Mit der High-Tech Methode wollen die Forscher vor allem die Wander­ungen der Tiere sowie ihren bevorzugten Lebensraum beobachten. Die Sonden können die Wassertemperatur und die Wassertiefe in der die fische leben registrieren. Nach einiger Zeit lösen sich die Sonden auto- matisch von den Fischen ab und schweben an die Wasser­ober­fläche von wo sie die aufgezeichneten Daten über den Satelliten direkt an die kalifornischen Computer senden.
Bisher haben die Forscher bereits drei Fische in Kalifornien und zwei in Taiwan markiert. Weitere Tiere sollen folgen. Interessantes Detail am Rande: Bei der Geburt sind die Mondfische nur etwa zwei bis drei Milli­meter groß. Ein gefangenes Tier im Aquarium von Monterey in Kali­fornien konnte sein Gewicht innerhalb von 15 Monaten von 27 auf 408 Kilogramm steigern (pte).


Keywords: Mondfisch, Ozean, Meer, Wanderung, Satellitenüberwachung, Meeres­biologie
 

 


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