Interessantes aus Wissenschaft und Forschung

AKTUELL  |  ARCHIV  |  KONTAKT
 

 
Veränderte Feldflora durch genetisch veränderte Pflanzen
Schlechte Zeiten für Bienen und Schmetterlinge


(umg.info 2005_05) Der kommerzielle Anbau von genetisch verän­dert­en Pflanzen könnte nach Ansicht von Forschern große Wirkungen auf die benachbarte Vegetation und damit auch auf Insekten haben. Zu diesem Schluss kommt eine dreijährige Studie, die von der britischen Regierung in Auftrag gegeben wurde.

Nach den Ergebnissen der Forscher, die ein Rapsfeld mit genetisch ver­ändertem Canola-Raps untersuchten, der einem bestimmten Herbizid widersteht, nahm die Zahl der Schmetterlinge und Bienen drastisch ab. Das hat aber nicht nur dramatische Auswirkungen auf die Insekten selbst, sondern auch auf auf andere Tiergruppen wie etwa Vögel. Die Gentechnik-Befürworter sehen jene Gefahr aber nicht. "Einige der Tiere würden positiv davon betroffen sein, einige vielleicht negativ, aber die meisten gar nicht", meint Rony Combes vom Agri­cultural Biotechnology Council, einer Londoner Lobby-Gruppe für Gen­technologie.
"Nun gibt es einen rationalen und wissenschaftlich basierten Bericht, der diese Veränderungen deutlich macht", so Chris Pollock, wissen­schaft­licher Direktor am Institute For Grassland and Environmental Re­search in Aberystwyth, der auch Vorsitzender des Studien-Komitees war. "Wir haben detailreich demonstriert wie eng die Verbindung zwi­schen der Landwirtschaft und der Umwelt ist" (pte).


Hopkin, M. (2005): Transgenic crop may have bred with wild weed. Nature, http://www.nature.com/news/2005/050725/full/news050725-2.html


Keywords: Gentechnik, gentechnisch veränderte Pflanzen, Landwirtschaft, Au­swir­kun­gen auf die Tierwelt
 

 


© UMG Umweltbüro Grabher | Marktstraße 18d, A-6850 Dornbirn
T +43 (0)5572 40745 | office@umg.at | www.umg.at